„Eigentlich kann man gar kein Buch schreiben, das vom Sterben handelt, gleichzeitig sehr lustig und tieftraurig ist, sich aber anfühlt wie ein Roadmovie. Wie gesagt: eigentlich!“ (Sascha Lobo) – „Marianengraben“ von Jasmin Schreiber

Ein Beitrag von Ina M. (Leistungskurs Deutsch Jgst. 11/Q1)

Wie schafft man es, ins Leben zurückzukehren, wenn man das eine, was man am meisten liebt, verloren hat? Wie kann sich die Welt weiterdrehen, wenn man selber wie erstarrt ist? Diese Fragen stellt sich Paula, die nach dem Tod ihres kleinen Bruders keine Ahnung hat, wie sie weitermachen soll. Jasmin Schreiber schafft es mit ihrem Roman „Marianengraben“ den Leser traurig zu machen und gleichzeitig zum Lachen zu bringen.

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„Weil ich mich selbst nicht mehr als Person wahrnehme, kommt es mir vor, als ob auch andere mich nicht mehr so wahrnehmen, sondern nur noch als Schatten, als etwas, mit dem nicht mehr zu rechnen ist.“ – „Arbeit und Struktur“ von Wolfgang Herrndorf

Ein Beitrag von Tuana G. (Leistungskurs Deutsch Jgst. 11/Q1)

‚Gib mir ein Jahr, Herrgott, an den ich nicht glaube, und ich werde fertig mit allem.‘: Ab Februar des Jahres 2010 wusste der Schriftsteller Wolfgang Herrndorf, dass ihm nicht mehr viel Zeit blieb. Diagnose: Glioblastom, Hirntumor, bösartig, unheilbar. Er fing an in seinem digitalen Tagebuch seine Gefühle, Eindrücke und seine Tagesabläufe für seine Freunde zu schildern. Das ursprünglich private Tagebuch wurde ab dem September 2010 ein für alle Menschen öffentliches Blog. Im Dezember 2013, nachdem Herrndorf sich im August 2013 das Leben genommen hatte, erschien sein Blog ,Arbeit und Struktur‘ als Buch.

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Screwball meets Goldoni – „Verbrechen auf Italienisch“ von Marco Malvaldi

Ein Beitrag von Astrid H. (Angehörige der Elternschaft des THG)

„Verbrechen auf Italienisch“ – eine Komödie mit scheinbar unglaublichen Verwicklungen von Marco Malvaldi. Kennen wir Marco Malvaldi doch eher als Autor seiner Barista-Krimi-Reihe, in der der melancholische Barbesitzer Massimo mit seinem ewig schlecht gelaunten Großvater und seinen drei senioren Spießgesellen sinnierend blutrünstige Morde aufklärt. Doch Malvaldi schenkt uns hier aus seiner Heimat Pisa in der schönen Toskana ein weit weniger lebensfeindliches Kleinod seiner Erfindungskunst. Es geht schlicht um einen Einbruch mit Diebstahl.

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,,Was wäre das Unveränderliche in dir? Das, was in jedem Leben gleich geblieben wäre, egal, welchen Verlauf es genommen hätte?“ – „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells

Ein Beitrag von Anna H. (Leistungskurs Deutsch Jgst. 11/Q1)

,,Was wäre das Unveränderliche in dir? Das, was in jedem Leben gleich geblieben wäre, egal, welchen Verlauf es genommen  hätte?“ ,,Was, wenn es die Zeit nicht gibt? Wenn alles, was man erlebt, ewig ist und wenn nicht die Zeit an einem vorübergeht, sondern nur man selbst an dem Erlebten?“ Was für Auswirkungen hat es einen geliebten Menschen, sei es in jungen oder in später Jahren, zu verlieren?

Mit all diesen Fragen beschäftigt sich Benedict Wells in seinem Roman ,,Vom Ende der Einsamkeit“.

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„Wir sind alle nicht zum lesen hier, oder?“ – „Unter der Haut“ von Gunnar Kaiser

Ein Beitrag von Lilli D. (Leistungskurs Deutsch Jgst. 11/Q1)

Bücher können wertvoll sein, aber nicht nur, weil sie gefüllt sind mit Wissen oder Fantasiewelten, die uns erlauben unserem Leben zu entfliehen, nein, sondern auch als das Gesamtwerk, als das sie doch eigentlich gesehen werden müssten. All die Arbeit, die Komposition des Einbandes, der Schriftart, der Prägung, des Geruchs, all das macht sie doch wirklich aus.

Gunnar Kaiser beschreibt in seinem Roman „Unter der Haut“ wie mächtig Bücher sein können und wie sie Verderben und Segen zugleich sind und in den Wahnsinn treiben, wenn man ihnen zu sehr verfällt.

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„Wie schafft es der Mensch, unter den widrigsten vorstellbaren Bedingungen, seinen Lebenswillen nicht vollständig zu verlieren?“ – „Über den Sinn des Lebens“ von Viktor E. Frankl

Ein Beitrag von Markus W. (Lehrkraft für Geschichte und Französisch)

Wenn man sich die Instagram-Accounts von jungen Menschen heutzutage ansieht, dann scheint der Sinn des Lebens vor allem in drei Dingen zu liegen: Essen, Reisen, Shopping. Oder ist der Sinn des Lebens doch eher das Foto von genau diesen drei Aktivitäten? Oder self treatment, wie diese Bilder dann oft noch untertitelt werden?

Völlig aus der Zeit gefallen scheint da ein kleiner Band von Viktor F. Frankl, der den Titel Über den Sinn des Lebens trägt. Er beinhaltet auf seinen knapp 150 Seiten (die mit knapp drei Stunden Laufzeit übrigens auch als Hörbuch vertont sind und kostenfrei auf diversen Streaming-Portalen zu finden sind) drei Vorträge, die der österreichische Neurologe und Psychiater 1946 verfasst hat. Schon wieder ein Psychiater, der behauptet, die Jugend von heute verdumme durch Smartphones oder mangelnde Disziplin, könnte man nun zurecht fragen. Doch Viktor F. Frankl hat mit diesen fragwürdigen populärwissenschaftlichen Kassenschlagern wenig gemein: 1905 in Wien geboren, arbeitete er bereits während seines Medizinstudiums in Jugendberatungsstellen (ja, sowas gab es damals schon!) und leitete von 1933 bis 1937 im psychiatrischen Krankenhaus in Wien die Abteilung für suizidgefährdete Frauen. Nachdem er als jüdischer Arzt ab 1938 nur noch jüdische Patienten behandeln durfte, wechselte er in das Rothschild-Spital – das einzige Krankenhaus Wiens, in dem er noch befugt war, zu arbeiten. Im September 1942 nach Theresienstadt deportiert, verlor er bis zum Kriegsende 1945 nicht nur seine beiden Eltern, sondern auch seinen Bruder und seine erst 1941 geheiratete Frau in verschiedenen Konzentrationslagern. Er selbst überlebte nicht nur zwei Jahre Lagerhaft in Theresienstadt, sondern auch drei Monate in Auschwitz und den Todesmarsch nach Auflösung des Lagers, bevor er am 27. April 1945 von der US-Armee mit weiteren Gefangenen befreit wurde.

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„ Wir dürfen nur niemals die Hoffnung verlieren.“ – „Deprepa: Dein Kopf lügt“ von Larissa Braun

Ein Beitrag von Alegra S. (Jgst. 9)

„ Wir dürfen nur niemals die Hoffnung verlieren.“ „Und was ist, wenn sie schon verloren ist?“ „Dann gebe ich dir etwas von meiner.“

In dem Thriller, der in der Zukunft spielt, geht es um die sechzehnjährige Kara, die aufgrund ihrer Depression in das sogenannte Sanatorium eingeliefert wird, wo ihr Kampf um Leben und Tod beginnt. Aufgrund eines Amoklaufes dreier depressiver Menschen sucht die Regierung nun nach Deprepa (Depressionspatienten) und bringt sie in das Sanatorium, wo diesen angeblich bei ihrer Genesung geholfen werden soll.

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“entweder 10 Bier oder kein Bier” – „Soloalbum“ von Benjamin von Stuckrad-Barre

Ein Beitrag von Arthur R. (Jgst. 12 / Q2)

Es ist 5 Uhr Nachts und ich kann nicht einschlafen. Liegt wohl daran, dass ich wie üblich wieder meine Aufgaben aufgeschoben und ignoriert habe. Es sind noch zwei Tage bis zur Abgabefrist. Ich höre das Hörbuch “Soloalbum” des Autors und gleichzeitigen Sprechers Benjamin von Stuckrad-Barre. Natürlich nicht in der normalen Geschwindigkeit sondern etwas beschleunigt. Man muss ja schließlich auch noch rechtzeitig mit dem Hörbuch fertig werden. Um zu verstehen, was gesagt wird, mache ich die Lampe neben meinem Bett an und nehme das Buch hinzu um mitzulesen.

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„Ja, davon, vom Glück der Konzentrationslager, müsste ich ihnen erzählen, das nächste Mal, wenn sie mich fragen.” – „Roman eines Schicksallosen“ von Imre Kertész

Ein Beitrag von Luis Z. (Jgst. 12 / Q2)

,,Alle fragen mich immer nur nach Übeln, den ,,Gräueln”: obgleich für mich vielleicht gerade diese Erfahrung die denkwürdigste ist. Ja, davon, vom Glück der Konzentrationslager, müsste ich ihnen erzählen, das nächste Mal, wenn sie mich fragen.”

Das besagte Buch ,,Roman eines Schicksallosen” von dem ungarischen Schriftsteller Imre Kertész wurde erstmals im Jahr 1975 veröffentlicht und erzählt die Geschichte eines ungarischen Juden, der aus der Ich-Perspektive von seinen Erlebnissen als Opfer des Holocaust berichtet.

Das berüchtigte Tor zum Lager Auschwitz II – Birkenau. Aufgenommen aus dem Lager nach der Befreiung
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„Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind, dachte ich. Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.“ – „Vom Ende der Einsamkeit“ von Benedict Wells

Ein Beitrag von Merit L. (Jgst. 12 / Q2)

Wie ist das, von einem auf den anderen Moment aus seinem bisherigen Leben gerissen zu werden? Wie ist das, geliebte Menschen schon im jungen Alter zu verlieren? Mit all diesen Fragen beschäftigt sich der aus München kommende Schriftsteller Benedict Wells in seinem Roman „Vom Ende der Einsamkeit“.

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